Zeitgeschehen
Kurse (16)
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Austauschreihe zu aktuellen (über-)regionalen und internationalen politischen und gesellschaftlichen Themen
In diesem Austausch findet eine moderierte Diskussion zu aktuellen regionalen, überregionalen und internationalen politisch und gesellschaftlich relevanten Themen statt. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Wir freuen uns über Teilnehmende aus allen Altersschichten. Einfach mitmachen, mitdiskutieren und Informationen sammeln. Die einzelnen Themenschwerpunkte werden frühzeitig bekanntgegeben. Eine Teilnahme an allen oder auch an einzelnen Terminen ist möglich.
In Kooperation mit der Staatsbürgerlichen Bildungsgemeinschaft Norden e.V. ("OMAS GEGEN RECHTS") und der Partnerschaft für Demokratie im Landkreis Aurich.
Fehlerhafte Menschen und Maschinenfehler. Warum wir eine Error Literacy brauchen
Schon vor einigen Jahrzehnten wunderte sich ein Softwareentwickler, was den Menschen denn so den Kopf vernebelt, dass sie glaubten, Computer würden keine Fehler machen. Heute sind wir mit den „Halluzinationen“, „Lügen“ - also den Fehlern großer Sprachmodelle wie ChatGPT - konfrontiert. Trotzdem vertrauen viele Menschen den Aussagen der KI und überprüfen die Ergebnisse nicht. Der Vortrag widmet sich der Geschichte maschineller und menschlicher Fehler. Er diskutiert die Hartnäckigkeit des Maschinenglaubens, das Stereotyp vom fehlerhaften Menschen sowie die Zunahme technologischer Fehler in den letzten Dekaden, um schließlich zu thematisieren, warum wir eine „Error Literacy“ brauchen. Martina Heßler ist Professorin für Technikgeschichte an der TU Darmstadt. Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften (acatech) statt. Wir bitten um Ihre Anmeldung mit Angabe der E-Mail-Adresse. Rechtzeitig vor Kursbeginn erhalten Sie von uns eine E-Mail mit den Zugangsdaten.
Die Frau als Mensch. Am Anfang der Geschichte.
Stolze Hüften aus Knochen, Stein, gebranntem Ton. Wir nennen sie Göttinnen, doch wer oder was waren sie wirklich? In Büchern über die Steinzeit sehen wir vorrangig Männer beim Jagen, Feuerstein schlagen oder Höhlen bemalen. Die meisten Menschenbilder aber, die uns von Eiszeitmenschen selbst hinterlassen wurden, zeigen Frauen. Was waren das für Gesellschaften, die sie und ihr Geschlecht so zentral und ohne Scham darstellten? Nach Jahren der Recherche kehrt Ulli Lust zurück mit ihrem groß angelegten Sachcomic über die Anfänge der Kunst und die Bedeutung der Empathie für das Überleben unserer Spezies. Ulli Lust ist eine österreichische Comiczeichnerin und Illustratorin. In Kooperation mit dem Börsenverein des Deutschen Buchhandels. Wir bitten um Ihre Anmeldung mit Angabe der E-Mail-Adresse. Rechtzeitig vor Kursbeginn erhalten Sie von uns eine E-Mail mit den Zugangsdaten.
Antisemitismus - Was gibt es da zu erklären?
Wer nach „Erklärungen“ sucht, tappt meistens im Dunklen und findet nichts. Soziale Phänomene haben Geschichten, die sich rekonstruieren lassen und aus diesen Rekonstruktionen ergibt sich ein Verständnis für ihre Dynamik. Diese sollte man kennen, wenn man über solche Phänomene reden will. Jan Philipp Reemtsma ist ein deutscher Literatur- und Sozialwissenschaftler. Seine Arbeitsschwerpunkte sind die Literatur des 18. und 20. Jahrhunderts, Zivilisationstheorie sowie Geschichte der menschlichen Destruktivität. Wir bitten um Ihre Anmeldung mit Angabe der E-Mail-Adresse. Rechtzeitig vor Kursbeginn erhalten Sie von uns eine E-Mail mit den Zugangsdaten.
Vom Flüchtlingslager zum Stadtteil
Nach dem Zweiten Weltkrieg befand sich in Tidofeld ein großes Aufnahmelager für Flüchtlinge und Vertriebene aus Pommern, Schlesien und Ostpreußen – zuvor diente das Areal der Kriegsmarine, heute ist es der jüngste Stadtteil Nordens. Bei einem Rundgang zu den wenigen noch erhaltenen steinernen Gebäuden erzählt die Führung von den Anfängen als Marinedurchgangslager, vom Lageralltag der Flüchtlinge und Vertriebenen und vom Wandel zum heutigen Tidofeld. Fotos, Zitate von Zeitzeuginnen und Zeitzeugen und historische Einordnungen machen die Geschichte vor Ort lebendig.
Im Anschluss haben die Teilnehmenden Gelegenheit, die Dauerausstellung der Dokumentationsstätte zu erkunden.
Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der Dokumentationsstätte Gnadenkirche Tidofeld statt.
Zurück in die Vergangenheit: Die Weimarer Republik
Die Teilnehmenden erleben Glanz und Tragödie der ersten deutschen Demokratie. In dem Kurs werden Sie sehen, wie ein chaotisches Kriegsende zu enormen Verwerfungen innerhalb der deutschen Gesellschaft führt und wie unterschiedliche politische Kräfte, auch mit brutaler Gewalt, um die Zukunft der ersten deutschen Republik ringen. Sie erfahren, wie die Inflation tiefe Spuren in der deutschen Gesellschaft hinterlassen hat. Das Berlin der 20er Jahre zeigt, wie Kunst und Kultur zu einem wahren Höhenflug ansetzen und die persönlichen Freiheitsrechte ungeahnte Möglichkeiten eröffnen. Danach verstehen Sie, wie eine Immobilienkrise in den USA das Ende dieser jungen Demokratie befeuert. Sie werden Zeuge, wie diese demokratische Republik im Chaos versinkt und untergeht.
Zwischen Demokratieverteidigung und Meinungsfreiheit
Die Seminarreihe "Politische Landschaften im Wandel" beleuchtet verschiedene politische Themen.
Ziel ist es, ein tieferes Verständnis für die aktuellen politischen Entwicklungen zu fördern und Lösungsansätze zu diskutieren.
Es können sich kurzfristige Änderungen ergeben.
Themenschwerpunkt:
In Deutschland garantiert das Grundgesetz die Parteienvielfalt – zugleich erlaubt es auch das Verbot von Parteien, die die freiheitlich-demokratische Grundordnung gefährden. Doch wie geht ein demokratischer Staat mit extremistischen Parteien um? Wo verläuft die Grenze zwischen politischer Meinungsvielfalt und verfassungsfeindlichen Zielen? Schützt ein Verbot die Demokratie und wie wirksam sind Verbote in der Praxis?
Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der Staatsbürgerlichen Bildungsgemeinschaft Norden e.V. ("OMAS GEGEN RECHTS") und der Partnerschaft für Demokratie im Landkreis Aurich statt.
Die Kelten
In der zweiten Hälfte des letzten Jahrtausends v. Chr. prägen Völker die Geschichte Mittel- und Südeuropas, die ihre griechischen und römischen Nachbarn „Kelten" nannten. Der Vortrag veranschaulicht anhand der Nachrichten antiker Autoren und den Erkenntnissen der modernen Archäologie die wesentlichen Merkmale der keltischen Kultur, gibt einen Überblick über deren Geschichte von den Anfängen bis zur Romanisierung und schließt mit einem Ausblick auf das Weiterleben keltischer Kulturelemente im Mittelalter und in der Neuzeit. Bernhard Maier lehrt Allgemeine Religionswissenschaft und Europäische Religionsgeschichte an der Universität Tübingen. Wir bitten um Ihre Anmeldung mit Angabe der E-Mail-Adresse. Rechtzeitig vor Kursbeginn erhalten Sie von uns eine E-Mail mit den Zugangsdaten.
Umgang der Medien im Wahlkampf
Die Seminarreihe "Politische Landschaften im Wandel" beleuchtet verschiedene politische Themen, darunter Denkmodelle, liberale Demokratie, Diskursverschiebungen in der Politik, die Zukunft der transatlantischen Beziehungen oder den Umgang der Medien im Wahlkampf. Ziel ist es, ein tieferes Verständnis für die aktuellen politischen Entwicklungen zu fördern und Lösungsansätze zu diskutieren.
Es können sich kurzfristige Änderungen ergeben.
Themenschwerpunkt:
In diesem Vortrag wird die Rolle der Medien während Wahlkämpfen analysiert. Dabei werden verschiedene Aspekte beleuchtet, wie die Berichterstattung in Print- und Onlinemedien, die Nutzung von sozialen Medien durch Kandidaten und Parteien sowie die Auswirkungen dieser Medien auf die Wählermeinung. Ziel des Kurses ist es, ein kritisches Verständnis für die Medienlandschaft zu entwickeln.
Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der Staatsbürgerlichen Bildungsgemeinschaft Norden e.V. ("OMAS GEGEN RECHTS") und der Partnerschaft für Demokratie im Landkreis Aurich statt.
Die „Lost-Places“ von Strackholt
Auf einer kleinen Wanderung (ca. 6 Kilometer) erfahren Sie viel über die sichtbaren und unsichtbaren Lost-Places rund um das Dorf Strackholt im Herzen Ostfrieslands. Tauchen Sie ein in frühere Jahrhunderte - aber auch in Ereignisse aus der neueren Zeit. Neben geschichtlichen Hintergründen hören Sie auch kleine Anekdoten über längst vergangene Zeiten. So erhalten Sie einen breiten Einblick in die bewegte Geschichte dieses Ortes. Natürlich wird unterwegs mehrmals eine Pause eingelegt, um sich zu erholen und die wunderbare Natur zu genießen. Bitte mitbringen: Wetterfeste Kleidung und Verpflegung
Zurück in die Vergangenheit: Politischer Mord aus drei Epochen
Politische Morde haben durchweg das Ziel, Machtverhältnisse zu verändern, Regime zu schwächen oder gesellschaftliche Entwicklungen zu erzwingen.
Anhand von drei Beispielen nähern die Teilnehmenden sich der Bedeutung politischer Morde in der Geschichte:
- Julius Caesar (44 v. Chr.) – Von Senatsverschwörern um Brutus und Cassius im römischen Senat erstochen.
- Albrecht von Wallenstein (1634) – Auf kaiserlichen Befehl von eigenen Offizieren in Eger ermordet.
- Matthias Erzberger (1921) – Weimarer Finanzminister und Compiègne-Unterzeichner von Rechtsterroristen im Schwarzwald erschossen.
Politischer Mord ist stets ein Ausdruck extremer politischer Gegensätze und hat oft unvorhergesehene, weitreichende Folgen für die Geschichte.
Zweifel an der Demokratie
Die Seminarreihe "Politische Landschaften im Wandel" beleuchtet verschiedene politische Themen.
Ziel ist es, ein tieferes Verständnis für die aktuellen politischen Entwicklungen zu fördern und Lösungsansätze zu diskutieren.
Es können sich kurzfristige Änderungen ergeben.
Themenschwerpunkt:
Sinkendes Vertrauen in Institutionen, Verschwörungserzählungen und populistische Bewegungen – die Demokratie steht unter Druck. Immer mehr Menschen äußern Zweifel an demokratischen Verfahren und vertreten autoritäre oder antidemokratische Positionen.
Doch woher kommt diese Unzufriedenheit? In diesem Vortrag wir beleuchtet, wie eine lebendige Demokratie gestärkt, verteidigt und weiterentwickelt werden kann.
Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der Staatsbürgerlichen Bildungsgemeinschaft Norden e.V. ("OMAS GEGEN RECHTS") und der Partnerschaft für Demokratie im Landkreis Aurich statt.
Cahokia: Eine präkolumbische indigene Hochkultur in Nordamerika
Lange ging die historische Forschung von der These aus, indigene Hochkulturen hätte es vor der Ankunft der Europäer ausschließlich in Süd- und Mittelamerika gegeben. Demgegenüber seien nördlich des Rio Grande nur nomadisierende Sammler- und Jägerkulturen vorzufinden gewesen. Seit den 1990er Jahren hat die archäologische Forschung dieses einseitige und vorurteilsbeladene Bild gründlich revidiert. Nicht nur im Südwesten der heutigen USA fanden sich die Relikte fortgeschrittener Zivilisationen, die mit dem mesoamerikanischen Kulturraum eng verbunden gewesen waren, sondern auch östlich des Mississippi, wo zwischen 1050 und 1250 die Stadt Cahokia eine umfassende politische, militärische und religiöse Hegemonie ausübte. Michael Hochgeschwender lehrt Nordamerikanische Kulturgeschichte, Empirische Kulturforschung und Kulturanthropologie an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Wir bitten um Ihre Anmeldung mit Angabe der E-Mail-Adresse. Rechtzeitig vor Kursbeginn erhalten Sie von uns eine E-Mail mit den Zugangsdaten.
Vom Flüchtlingslager zum Stadtteil
Nach dem Zweiten Weltkrieg befand sich in Tidofeld ein großes Aufnahmelager für Flüchtlinge und Vertriebene aus Pommern, Schlesien und Ostpreußen – zuvor diente das Areal der Kriegsmarine, heute ist es der jüngste Stadtteil Nordens. Bei einem Rundgang zu den wenigen noch erhaltenen steinernen Gebäuden erzählt die Führung von den Anfängen als Marinedurchgangslager, vom Lageralltag der Flüchtlinge und Vertriebenen und vom Wandel zum heutigen Tidofeld. Fotos, Zitate von Zeitzeuginnen und Zeitzeugen und historische Einordnungen machen die Geschichte vor Ort lebendig.
Im Anschluss haben die Teilnehmenden Gelegenheit, die Dauerausstellung der Dokumentationsstätte zu erkunden.
Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der Dokumentationsstätte Gnadenkirche Tidofeld statt.
Frauenempowerment
Frauen erhalten die Freiheit von anderen Frauen oder gar nicht. Diese These stammt aus der italienischen Frauenbewegung. Moderiert von Birgit Ehring-Timm erkunden wir, wie Frauen in Ostfriesland eine Kultur der Verbundenheit erzeugen und politisch wirksam sein können.
Weibliche Freiheit entsteht durch Verbundenheit. Wie können Frauen ihre Talente in die Gesellschaft einbringen, ohne auszubrennen? Wie gelingt gegenseitige Stärkung? Was nährt Sie selbst und Ihre Familien nachhaltig? In diesem Workshop wird über die eigenen Bedürfnisse, Werte und Visionen diskutiert, um sich gegenseitig Mut zu machen und bei der Umsetzung zu unterstützen. Die Teilnehmenden gehen gestärkt und beflügelt in den Alltag.
Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der Gleichstellungsbeauftragten der Stadt Norden statt.
TikTok - Chancen, Grenzen und Verantwortung
Die Seminarreihe "Politische Landschaften im Wandel" beleuchtet verschiedene politische Themen.
Ziel ist es, ein tieferes Verständnis für die aktuellen politischen Entwicklungen zu fördern und Lösungsansätze zu diskutieren.
Es können sich kurzfristige Änderungen ergeben.
Themenschwerpunkt:
TikTok ist längst mehr als eine Plattform für Tanzvideos: Sie prägt, wie insbesondere junge Menschen sich informieren, Position beziehen und gesellschaftliche Themen wahrnehmen. Damit wird die App zu einem zentralen Ort politischer Bildung - mit eigenen Regeln, Dynamiken und Risiken.
Der Vortrag beleuchtet, wie Bildungsakteur*innen, Aktivist*innen und Nutzer*innen politische Inhalte auf TikTok vermitteln können und welche Herausforderungen sowie Chancen dabei entstehen. Anhand aktueller Beispiele werden Möglichkeiten und Grenzen politischer Bildung im digitalen Raum aufgezeigt - vom Umgang mit Algorithmen bis hin zur Frage, welche Verantwortung politische Bildung auf Social Media trägt.
Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der Staatsbürgerlichen Bildungsgemeinschaft Norden e.V. ("OMAS GEGEN RECHTS") und der Partnerschaft für Demokratie im Landkreis Aurich statt.