Online-Veranstaltungen
Kurse (30)
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Zwischen Superorganismus und Polizeistaat: Konflikte und Konfliktlösung in den Staaten sozialer Insekten
Auf einen flüchtigen Blick hin wirkt ein Bienen-, Wespen- oder Ameisennest wie ein perfekt organisiertes System, in dem alle Gruppenmitglieder harmonisch kooperieren, um den Fortpflanzungserfolg des gesamten Staates zu erhöhen. Tatsächlich gibt es Reibereien in den Nestern sozialer Insekten: Einzelne Individuen versuchen, ihre Interessen auf Kosten anderer durchzusetzen. Die daraus resultierenden aggressiven Interaktionen können das Miteinander im Staat empfindlich stören. Im Vortrag wird geschildert, welche Konflikte auftreten und wie sie gelöst werden. Jürgen Heinze hat einen Lehrstuhl für Zoologie und Evolutionsbiologie an der Universität Regensburg. Wir bitten um Ihre Anmeldung mit Angabe der E-Mail-Adresse. Rechtzeitig vor Kursbeginn erhalten Sie von uns eine E-Mail mit den Zugangsdaten.
Im Wettlauf mit dem Gehirn: Ist künstliche Intelligenz schon intelligent?
Was wir heute unter Künstlicher Intelligenz (KI) verstehen ist künstlich, aber noch nicht wirklich intelligent. Trotz wichtiger Fortschritte ist die heutige KI noch äußerst ineffizient: Sie verschwendet Energie und benötigt Unmengen sogenannter „Labels“. Beides ist teuer und nicht nachhaltig. Vor 50 Jahren wurden die heutigen Methoden der KI von der Neurowissenschaft inspiriert – und die Frage ist naheliegend, ob es aus der Hirnforschung erneut Inspirationen für eine nächste Generation der KI geben kann. Unsere Gehirne sind schließlich unübertroffen in ihrer Energieeffizienz und Lernfähigkeit. Mithilfe neuester Methoden der Netzwerkanalyse im Gehirn („Connectomics“) sollen die Besonderheiten des biologischen Computers in unseren Köpfen bestimmt, Lernregeln verstanden und mögliche Veränderungen im Kontext von Erkrankungen beschrieben werden. Moritz Helmstaedter ist Direktor am Max-Planck-Institut für Hirnforschung in Frankfurt und wissenschaftliches Mitglied der Max-Planck-Gesellschaft. Wir bitten um Ihre Anmeldung mit Angabe der E-Mail-Adresse. Rechtzeitig vor Kursbeginn erhalten Sie von uns eine E-Mail mit den Zugangsdaten.
Fehlerhafte Menschen und Maschinenfehler. Warum wir eine Error Literacy brauchen
Schon vor einigen Jahrzehnten wunderte sich ein Softwareentwickler, was den Menschen denn so den Kopf vernebelt, dass sie glaubten, Computer würden keine Fehler machen. Heute sind wir mit den „Halluzinationen“, „Lügen“ - also den Fehlern großer Sprachmodelle wie ChatGPT - konfrontiert. Trotzdem vertrauen viele Menschen den Aussagen der KI und überprüfen die Ergebnisse nicht. Der Vortrag widmet sich der Geschichte maschineller und menschlicher Fehler. Er diskutiert die Hartnäckigkeit des Maschinenglaubens, das Stereotyp vom fehlerhaften Menschen sowie die Zunahme technologischer Fehler in den letzten Dekaden, um schließlich zu thematisieren, warum wir eine „Error Literacy“ brauchen. Martina Heßler ist Professorin für Technikgeschichte an der TU Darmstadt. Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften (acatech) statt. Wir bitten um Ihre Anmeldung mit Angabe der E-Mail-Adresse. Rechtzeitig vor Kursbeginn erhalten Sie von uns eine E-Mail mit den Zugangsdaten.
Die Frau als Mensch. Am Anfang der Geschichte.
Stolze Hüften aus Knochen, Stein, gebranntem Ton. Wir nennen sie Göttinnen, doch wer oder was waren sie wirklich? In Büchern über die Steinzeit sehen wir vorrangig Männer beim Jagen, Feuerstein schlagen oder Höhlen bemalen. Die meisten Menschenbilder aber, die uns von Eiszeitmenschen selbst hinterlassen wurden, zeigen Frauen. Was waren das für Gesellschaften, die sie und ihr Geschlecht so zentral und ohne Scham darstellten? Nach Jahren der Recherche kehrt Ulli Lust zurück mit ihrem groß angelegten Sachcomic über die Anfänge der Kunst und die Bedeutung der Empathie für das Überleben unserer Spezies. Ulli Lust ist eine österreichische Comiczeichnerin und Illustratorin. In Kooperation mit dem Börsenverein des Deutschen Buchhandels. Wir bitten um Ihre Anmeldung mit Angabe der E-Mail-Adresse. Rechtzeitig vor Kursbeginn erhalten Sie von uns eine E-Mail mit den Zugangsdaten.
Jenseits der Banken und fern vom Staat. Über Geld und Freiheit im Zeitalter der Kryptowährungen.
Mit Bitcoin brach vor 16 Jahren das Zeitalter der Kryptowährungen an. Das selbsternannte digitale Bargeld versprach eine anonym und unmittelbar verwendbare und von außen nicht zu korrumpierende Weltwährung jenseits der Banken und fern vom Staat. Bitcoin sei deswegen, so hört man aus dem Internet genauso wie aus dem Zeitungsfeuilleton oder aus US-Senatsanhörungen, eine „Währung der Freiheit“. Doch ist dieses Versprechen auch tragfähig? Der Vortrag erläutert die Grundprinzipien der Funktionsweise von Bitcoin und anderen Kryptowährungen und sondiert ihre freiheitspolitischen Ambitionen im Lichte geldsoziologischer Befunde und aktueller politischer Entwicklungen in der Ära Trump. Aaron Sahr leitet am Hamburger Institut für Sozialforschung die Forschungsgruppe „Monetäre Souveränität". Wir bitten um Ihre Anmeldung mit Angabe der E-Mail-Adresse. Rechtzeitig vor Kursbeginn erhalten Sie von uns eine E-Mail mit den Zugangsdaten.
Antisemitismus - Was gibt es da zu erklären?
Wer nach „Erklärungen“ sucht, tappt meistens im Dunklen und findet nichts. Soziale Phänomene haben Geschichten, die sich rekonstruieren lassen und aus diesen Rekonstruktionen ergibt sich ein Verständnis für ihre Dynamik. Diese sollte man kennen, wenn man über solche Phänomene reden will. Jan Philipp Reemtsma ist ein deutscher Literatur- und Sozialwissenschaftler. Seine Arbeitsschwerpunkte sind die Literatur des 18. und 20. Jahrhunderts, Zivilisationstheorie sowie Geschichte der menschlichen Destruktivität. Wir bitten um Ihre Anmeldung mit Angabe der E-Mail-Adresse. Rechtzeitig vor Kursbeginn erhalten Sie von uns eine E-Mail mit den Zugangsdaten.
Roma Eterna. Kunst und Kultur im Rom der Nachkriegszeit: Zwischen Trümmern, Widerstand und Erneuerung
Am 4. Juni 1944 wurde Rom von den alliierten Streitkräften befreit, ein entscheidender Wendepunkt in der Geschichte Italiens. Die Stadt wurde zum Symbol der Befreiung vom faschistischen und nationalsozialistischen Regime und entwickelte sich in kurzer Zeit zu einem Zentrum des kulturellen Neuanfangs. Rom, über Jahrhunderte ein Ort der Mythen, Erinnerung und künstlerischer Sehnsüchte, wurde nun selbst zum Schauplatz künstlerischer Erneuerung. Zwischen den Trümmern des Krieges entstanden neue Ausdrucksformen im Film, in der freien und angewandten Kunst, im Design und im Kunsthandwerk. Der Vortrag geht der Frage nach, wie sich in freier Kunst, Film, Kunsthandwerk sowie durch das Inszenieren von Designikonen wie dem Vespa-Motorroller eine Ästhetik von Lebensgefühl und Optimismus formierte, die bis heute nachwirkt und entscheidend unsere Wahrnehmung der italienischen Kultur und Identität beeinflusst. Lisa Hockemeyer ist eine deutsche Design- und Kunsthistorikerin. Sie lehrt Designgeschichte in Mailand. Die Veranstaltung wird live aus der Casa di Goethe in Rom gestreamt und findet in Kooperation mit L.I.S.A, dem Wissenschaftsportal der Gerda Henkel Stiftung, statt. Wir bitten um Ihre Anmeldung mit Angabe der E-Mail-Adresse. Rechtzeitig vor Kursbeginn erhalten Sie von uns eine E-Mail mit den Zugangsdaten.
Benvenuto Cellini. Ein Künstlerleben
Durch Goethes Übersetzung hat die eigene Lebensbeschreibung des italienischen Goldschmieds und Bildhauers Benvenuto Cellini (1500-1571) zu grosser Aufmerksamkeit und weiter Verbreitung gefunden. In ihr schildert dieser sein Leben und Werk als untrennbar miteinander verwoben und wird so zum Zeitzeugen einer der vitalsten Epochen der neuzeitlichen Kunst. Im Zentrum des Vortrags steht Cellinis spektakuläre Lebensgeschichte, die nicht nur Goethe anhaltend fasziniert hat, sondern die bis heute ein exemplarisches Zeugnis autonomer Künstlerexistenz darstellt. Andreas Beyer lehrte an verschiedenen Universitäten im In- und Ausland. Wir bitten um Ihre Anmeldung mit Angabe der E-Mail-Adresse. Rechtzeitig vor Kursbeginn erhalten Sie von uns eine E-Mail mit den Zugangsdaten.
Die Gletscher: Von der letzten Eiszeit bis morgen
Der Rückgang der Gebirgsgletscher zählt zu den sichtbarsten Auswirkungen des globalen Klimawandels. Die Frage, wie lange es die Gletscher der Erde noch gibt und welche Folgen ihr Verschwinden haben wird, betrifft uns alle.
Die renommierte Gletscherforscherin Andrea Fischer erklärt anschaulich, wie die Gletscher entstanden sind und wie sie die Landschaft geformt haben.
Zudem erzählt sie von der Faszination der Gletscher und der gemeinsamen Geschichte von Menschen und Gletschern.
Was aber würde deren Verlust für den Planeten bedeuten? Und können die Gletscher wiederkommen?
Andrea Fischer ist Gletscherforscherin und stellvertretende Direktorin des Instituts für interdisziplinäre Gebirgsforschung der Österreichischen Akademie der Wissenschaften.
Für ihre Forschungen wurde sie mehrfach ausgezeichnet, u.a. als Wissenschaftlerin des Jahres 2023.
Die Gletscher: Von der letzten Eiszeit bis morgen
Der Rückgang der Gebirgsgletscher zählt zu den sichtbarsten Auswirkungen des globalen Klimawandels. Die Frage, wie lange es die Gletscher der Erde noch gibt und welche Folgen ihr Verschwinden haben wird, betrifft uns alle. Die renommierte Gletscherforscherin Andrea Fischer erklärt anschaulich, wie die Gletscher entstanden sind und wie sie die Landschaft geformt haben. Zudem erzählt sie von der Faszination der Gletscher und der gemeinsamen Geschichte von Menschen und Gletschern. Was aber würde deren Verlust für den Planeten bedeuten? Und können die Gletscher wiederkommen? Andrea Fischer ist Gletscherforscherin und stellvertretende Direktorin des Instituts für interdisziplinäre Gebirgsforschung der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Wir bitten um Ihre Anmeldung mit Angabe der E-Mail-Adresse. Rechtzeitig vor Kursbeginn erhalten Sie von uns eine E-Mail mit den Zugangsdaten.
Konflikte: Verstehen - Vorbeugen - Lösen
Sie möchten in schwierigen Situationen gelassener bleiben, Konflikte frühzeitig erkennen und souverän lösen? Sie haben genug von endlosen Diskussionen, Missverständnissen oder unausgesprochenem Ärger, ob im Beruf, im Ehrenamt oder im privaten Umfeld? Dann bietet dieses interaktive Online-Seminar die passende Gelegenheit. Sie lernen, wie Konflikte entstehen, wie Sie ihnen vorbeugen können und wie Sie sie konstruktiv und zielorientiert bewältigen, ohne sich zu verbiegen. Dabei erhalten Sie praxisnahe Werkzeuge, um sicherer aufzutreten, klar zu kommunizieren und auch in emotional aufgeladenen Situationen handlungsfähig zu bleiben. Das Seminar vermittelt, wie Konfliktursachen erkannt und eigene Anteile reflektiert werden können. Sie erfahren, wie Sie souverän auf Spannungen reagieren, Eskalationen vermeiden und Gespräche lösungsorientiert führen. Zudem werden typische Reaktionsmuster sowie Strategien im Umgang mit Widerstand, Angriff oder Schuldzuweisungen beleuchtet. Übungen, Reflexion und der Austausch mit anderen Teilnehmenden unterstützen Sie dabei, Ihre Konfliktkompetenz zu stärken und mehr innere Ruhe zu gewinnen. Wir bitten um Ihre Anmeldung mit Angabe der E-Mail-Adresse. Rechtzeitig vor Kursbeginn erhalten Sie von uns eine E-Mail mit den Zugangsdaten.
Klasse. Die diskrete Scham der Bourgeoisie
Das Ende wirtschaftlicher Knappheit wird uns eine klassenlose Gesellschaft bringen. Aber das Gegenteil ist der Fall: ökonomische Absicherung hat den Kampf um Status sogar noch intensiviert. Warum ist das so? In diesem Vortrag erklärt Hanno Sauer, was Klassen sind, wie sind entstehen, und warum sie so schwer abzuschaffen sind.
Hanno Sauer ist außerordentlicher Professor für Ethik an der Universität Utrecht. Sein Buch Moral. Die Erfindung von Gut und Böse wurde für den Deutschen Sachbuchpreis 2023 und den Tractatus-Preis nominiert.
Warum nicht losen? Über den Sinn von Zufallsentscheidungen
Üblicherweise gehen wir davon aus, dass Entscheidungen auf dem Abwägen von Gründen beruhen sollten, während man sich durch Losverfahren dem blinden Zufall ausliefert.
Das scheint auf den ersten Blick irrational zu sein. Tatsächlich gab es aber Losentscheidungen in vielen Lebensbereichen und nicht zuletzt in der Politik schon immer.
Der Vortrag geht der Frage nach, wie Losverfahren in der Vergangenheit begründet wurden, und zeigt anhand historischer Beispiele, wie sie funktionierten.
Barbara Stollberg-Rilinger ist Historikerin und Rektorin des Wissenschaftskollegs zu Berlin.
Sie ist vielfach ausgezeichnet u.a. mit dem Gottfried-Wilhelm-Leibniz-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft.
Warum nicht losen? Über den Sinn von Zufallsentscheidungen
Üblicherweise gehen wir davon aus, dass Entscheidungen auf dem Abwägen von Gründen beruhen sollten, während man sich durch Losverfahren dem blinden Zufall ausliefert. Das scheint auf den ersten Blick irrational zu sein. Tatsächlich gab es aber Losentscheidungen in vielen Lebensbereichen und nicht zuletzt in der Politik schon immer. Der Vortrag geht der Frage nach, wie Losverfahren in der Vergangenheit begründet wurden, und zeigt anhand historischer Beispiele, wie sie funktionierten. Barbara Stollberg-Rilinger ist Historikerin und Rektorin des Wissenschaftskollegs zu Berlin. Wir bitten um Ihre Anmeldung mit Angabe der E-Mail-Adresse. Rechtzeitig vor Kursbeginn erhalten Sie von uns eine E-Mail mit den Zugangsdaten.
Die Wiederkehr der Imperien
In den 1990er Jahren war man allgemein der Auffassung, die Ära der großen Imperien sei zu Ende.
Die europäischen Kolonialimperien waren nach dem Zweiten Weltkrieg zerfallen, und nun war mit der Sowjetunion auch das letzte Imperium verschwunden. Aber im 21. Jahrhundert ist es zu einer Wiederkehr der Imperien gekommen.
China organisiert Einflussgebiete im Rahmen seiner Neue-Seidenstraßenstrategie, Russland stützt sich bei der Rekonstruktion des alten Zarenreichs wesentlich auf militärische Macht, und US-Präsident Trump nutzt in aller Offenheit die Methoden der Erpressung und des Drohens, um Geldflüsse in die USA in Gang zu setzen.
Wie können sich die Europäer, zumal die EU, die kein Imperium ist und auch nicht werden kann, in einer solchen Welt behaupten?"
Herfried Münkler war Professor für Politikwissenschaft an der Berliner Humboldt-Universität. Viele seiner Bücher gelten als Standardwerke.
Er wurde vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Wissenschaftspreis der Aby-Warburg-Stiftung, dem Carl Friedrich von Siemens Fellowship und dem Preis der Leipziger Buchmesse
Die Kelten
In der zweiten Hälfte des letzten Jahrtausends v. Chr. prägen Völker die Geschichte Mittel- und Südeuropas, die ihre griechischen und römischen Nachbarn „Kelten" nannten.
Der Vortrag veranschaulicht anhand der Nachrichten antiker Autoren und den Erkenntnissen der modernen Archäologie die wesentlichen Merkmale der keltischen Kultur,
gibt einen Überblick über deren Geschichte von den Anfängen bis zur Romanisierung und schließt mit einem Ausblick auf das Weiterleben keltischer Kulturelemente im Mittelalter und in der Neuzeit.
Bernhard Maier lehrt Allgemeine Religionswissenschaft und Europäische Religionsgeschichte an der Universität Tübingen. Er ist ausgewiesener Experte für die Kelten und hat u.a. die Publikation „Die Kelten - Geschichte, Sprache und Kultur" verfasst.
Die Kelten
In der zweiten Hälfte des letzten Jahrtausends v. Chr. prägen Völker die Geschichte Mittel- und Südeuropas, die ihre griechischen und römischen Nachbarn „Kelten" nannten. Der Vortrag veranschaulicht anhand der Nachrichten antiker Autoren und den Erkenntnissen der modernen Archäologie die wesentlichen Merkmale der keltischen Kultur, gibt einen Überblick über deren Geschichte von den Anfängen bis zur Romanisierung und schließt mit einem Ausblick auf das Weiterleben keltischer Kulturelemente im Mittelalter und in der Neuzeit. Bernhard Maier lehrt Allgemeine Religionswissenschaft und Europäische Religionsgeschichte an der Universität Tübingen. Wir bitten um Ihre Anmeldung mit Angabe der E-Mail-Adresse. Rechtzeitig vor Kursbeginn erhalten Sie von uns eine E-Mail mit den Zugangsdaten.
Gelassen durch den Alltag
Termindruck, ständige Erreichbarkeit und hohe Erwartungen - für viele Menschen gehört Stress zum Alltag. Doch wie gelingt es, trotz Belastungen ruhig zu bleiben, klar zu denken und die innere Balance zu bewahren? Resilienz bezeichnet die Fähigkeit, Krisen zu meistern und gestärkt daraus hervorzugehen und sie lässt sich trainieren. In diesem Seminar erfahren Sie, wie Sie Ihre persönlichen Stressquellen erkennen, gezielt abbauen und Ihren Energiehaushalt stärken können. Sie lernen, Ihre innere Widerstandskraft zu entwickeln, um Herausforderungen gelassen zu begegnen und auch in schwierigen Zeiten handlungsfähig zu bleiben. Dabei werden praxisnahe Techniken vorgestellt, die helfen, eigene Stressmuster zu durchbrechen, Resilienzfaktoren gezielt aufzubauen und langfristig für mehr Ruhe und innere Stärke zu sorgen. Wir bitten um Ihre Anmeldung mit Angabe der E-Mail-Adresse. Rechtzeitig vor Kursbeginn erhalten Sie von uns eine E-Mail mit den Zugangsdaten.
In der Nähe: Vom politischen Wert einer ostdeutschen Sehnsucht
Wir leben in Zeiten der Entfernung. Die politischen Lager, die großen Machtblöcke der Welt, die Stadt vom Land – alles entfernt sich voneinander. Umso wichtiger wird der Blick aus der Nähe. Wo ist im Zeichen medial befeuerter Selbstgerechtigkeit noch Gemeinschaft möglich?
Der Schriftsteller und Journalist Simon Strauß findet eine überraschende Antwort: in der Kleinstadt. Hier begegnen sich die Menschen als Gegenüber, hier müssen Konflikte ausgetragen und Kompromisse gefunden werden. Hier lernt man die Demokratie noch einmal neu kennen.
Simon Strauß studierte Altertumswissenschaften und Geschichte in Basel, Poitiers und Cambridge. Er ist Mitgründer der Gruppe „Arbeit an Europa". 2017 promovierte er an der Humboldt-Universität zu Berlin. Er ist Schriftsteller und Redakteur im Feuilleton der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.
Cahokia: Eine präkolumbische indigene Hochkultur in Nordamerika
Lange ging die historische Forschung von der These aus, indigene Hochkulturen hätte es vor der Ankunft der Europäer ausschließlich in Süd- und Mittelamerika gegeben.
Demgegenüber seien nördlich des Rio Grande nur nomadisierende Sammler- und Jägerkulturen vorzufinden gewesen.
Seit den 1990er Jahren hat die archäologische Forschung dieses einseitige und vorurteilsbeladene Bild gründlich revidiert.
Nicht nur im Südwesten der heutigen USA fanden sich die Relikte fortgeschrittener Zivilisationen, die mit dem mesoamerikanischen Kulturraum eng verbunden gewesen waren, sondern auch östlich des Mississippi, wo zwischen 1050 und 1250 die Stadt Cahokia eine umfassende politische, militärische und religiöse Hegemonie ausübte.
Diese erstreckte sich vom Mississippi bis an die Küste des Atlantiks und von den Großen Seen bis an den Golf von Mexiko. In diesem Vortrag soll die Geschichte von Aufstieg und Fall einer indianischen Großmacht vor Kolumbus nachgezeichnet werden.
Michael Hochgeschwender lehrt Nordamerikanische Kulturgeschichte, Empirische Kulturforschung und Kulturanthropologie an der Ludwig-Maximilians-Universität München.